Auch der Schweizer Staat leidet unter Corona

GmbH in eine Aktiengesellschaft
Umwandlung einer GmbH in eine Aktiengesellschaft
19. Februar 2021

Es ist ein Faktum, dass die staatlichen Behörden die Auswirkungen einer politischen Marschrichtung eines Landes ebenfalls mitbekommen. In der Schweiz ist nunmehr mit der Bundesanwaltschaft auch die höchste Kriminalbehörde für Wirtschaftskriminalität betroffen. Ein Grund hierfür ist auch das Wachstum, welches diese Behörde innerhalb des letzten Jahrzehnts erfahren hat.

Die Mehrheit der Behörde steckt derzeitig coronabedingt in einer Quarantäne. Dies ist die Folge von mehreren positiven Testungen, welche bei den Mitarbeitern der Behörde durchgeführt wurden. Am Standort in Bern geht aktuell gar nichts mehr! Die Bundesanwaltschaft teilte mit, dass die Vorgaben auf den Grundlagen der Bundesrat-Empfehlungen umgesetzt werden.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Behörde gänzlich stillgelegt ist. Die Bundesanwaltschaft betonte ebenfalls, dass Strafverfahren nebst dem operativen Betrieb auch notdürftig weitergeführt werden. Es wird hierfür einzig und allein mehr Zeit benötigt, da jeder positiv getestete Mitarbeiter zunächst für zehn Tage mindestens in die Quarantäne muss. Selbstverständlich wird dies Auswirkungen auf die aktuell laufenden Straffälle haben.

Da dies die Schweiz lähmt plädierte der Epidemologe Pietro Vernazza aus St. Gallen sehr stark dafür, dass die Schweiz einen „Strategiewechsel“ vornimmt. Vernazza sprach davon, dass die unzähligen Test auch automatisch zu steigenden Ansteckungszahlen führen würden und dementsprechend auch nicht als sinnvoller Indikator dienen können. Die Massnahmen der Schweiz im Zusammenhang mit der Corona-Bekämpfung könnten dementsprechend auch nicht auf der Grundlage der Testungen erfolgen.

Vielmehr vertritt Vernazza die Auffassung, dass Testungen nur bei Menschen in einem Spital wirklich sinnvoll seien. Die Massentests würden vielmehr die Wirtschaft nur sehr stark belasten und somit zu einer Verschlechterung der Gesamtsituation beitragen. Vernazza sprach davon, dass das Corona-Virus ohnehin in mittlerweile jedem Land der Erde sehr weit verbreitet sei und dass dementsprechend die Schweiz eine weitergehende Gefährdung von dem Gesundheitssystem vermeiden muss.

Verlässliche Daten sind für dieses Unterfangen unerlässlich. Dieser Wechsel bezieht sich jedoch nicht auf die verordneten Hygienemassnahmen. Diese sind, so Vernazza, überaus sinnvoll und auch sehr nachvollziehbar. Die breite Bevölkerung akzeptiert die Hygienemassnahmen und hält sich auch weitestgehend daran. Würde die Schweiz den von Vernazza vorgeschlagenen Strategiewechsel durchführen ist es gut möglich, dass die Bundesanwaltschaft schon sehr bald uneingeschränkt ihrer für die Wirtschaft wichtigen Tätigkeit nachgehen und die offenen Fälle bearbeiten kann.